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Album Review

Murder by Death – Good Morning, Magpie (2010)

Gerade eben habe ich noch die neue Platte von Holmes gehört und dachte, man die klingen wie Murder by Death und schwupps, da kommt die neue LP des Vierers aus Bloomington, Indiana auf den Plattenteller. Und das was bei Holmes in positiven Ansätzen zu spüren war, legen Murder by Death in Perfektion aufs Parkett.
Man verzeihe mir diesen Vergleich, ich weiß man soll ja nicht Bands gegeneinander ausspielen, allein in diesem Fall passt der dunkle, melancholisch treibende Country-Alternative-Folk-Mix der beiden Bands zu gut zusammen. Aber in einem (wesentlichen) Punkt auch wieder nicht: Murder by Death haben auf ihrem vierten Studioalbum einfach ein paar mehr Hits versammelt. Was auf “Good Morning, Magpie” geboten wird, ist variabel, schräg, frech und lieb zugleich. Die unverwechselbare Stimme von Sänger Adam, Experimentierfreude und das Cello von Cellistin Sarah sind Basis dieser Platte, die den infektiösen Virus einer dunkel trüben Grundstimmung überträgt. Und das ist einfach herrlich, weil sich Murder by Death stets subtil ans eigene Ohr anschmiegen. Mal hat man das Gefühl sich den Staub von den Schultern klopfen zu müssen, mal summt man einfach mit und rezitiert die Sing-a-Longs auf “Good Morning, Magpie”. Und davon gibt es genug, allein für “Under dark streets below” ist Lob fällig. Die Songstruktur und die mitreißenden Trompeten haben etwas für sich. Aber auch das bauernkluge “You dont miss twice…” bleibt sofort hängen. Auf “Good Morning, Magpie” passt alles zusammen, mehr noch als beim Vorgänger “Red of tooth and claw”. Die Band hat ihren Stil gefunden ohne 12x dasselbe zu spielen.
Also alle die für diese Musik nichts übrig haben und Country/Folk für alte-Männer-Musik halten, sollten sich trotzdem mal “Good Morning, Magpie” anhören. Das ist hier ist ein Einstieg in ein spannendes Genre und sehr empfehlenswert.

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