The Notwist in Bielefeld – das bedeutete am Samstag in erster Linie ein restlos ausverkauftes Forum. Und wie sich ~800 Leute im Forum anfühlen, merkt man, wenn man sich verquatscht, die ersten Takte von Boneless noch vor der Tür verbringt und dann voller Grauen auf die Massen schaut, die einen im Inneren erwarten. Von hier hinten ein Konzert “erleben”? Keine Chance, da wären die eigenen vier Wände die bessere Wahl gewesen. Zwar sind wir nicht rücksichtslos genug uns einfach nach vorne durchzuboxen, doch in der Ruhe liegt ja bekanntlich die wahre Kraft und so finden wir uns bereits nach ein paar Stücken in einer durchaus annehmbaren Reichweite wieder, die sich stetig weiter verbessert. Die letzten fünf bis sechs Stücke können wir sogar direkt vor der Bühne genießen (wo dann amüsanterweise auch am meisten Platz zum Bewegen ist).
Ansonsten passiert an diesem Abend wenig überraschendes. The Notwist spielen (fast) ihr gesamtes aktuelles Album The Devil, You + Me und weitere bekannte Sachen wie Neon Golden oder 12. Das machen sie gut, das macht Spaß – sind ja schließlich ausnahmslos schöne Stücke – doch ihrem Ruf als eine der introvertiersten deutschen Indie-Bands werden sie absolut gerecht. Weniger Interaktion mit dem Publikum habe ich bislang nur bei Tool erlebt (“Good Evening” – “It’s fucking cold up here” – “Good night”) und die Ausstrahlung von Sänger Markus Acher gleicht der einer Packung H-Milch (no offense, ich schiebs mal auf die Erkältung). Mag vielen die Band dadurch erst Recht sympathisch erscheinen, stört es für mich den Gesamteindruck doch entscheidend. Und so ist das Konzert letztendlich zwar ein wirklich gelungener Abend – lange in Erinnerung bleiben wird er mir aber nicht.







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